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Wo keine Erwartungen, da lauter Überraschungen

Wo ein Berg, da auch ein Tal,

Wo ein heftiger Anstieg, da auch ein spektakulärer Trail

Wo kein Regen, da viel Sonne und schönes Land

Im Nordosten von Afrika, inmitten des Atlas-Gebirges, mit dem MTB in Marokko über Trails und Pässe rollend, am Wegesrand die heimischen Berber lebend, staunte und schwitzte eine tolle Truppe von 16 Personen nicht schlecht über diese doch so große Vielfalt von Landschaften, Menschen, Begegnungen, Erlebnissen und Ereignissen im fernen Marokko. Selbst ihnen entlockte dies einen kleinen Jubelschrei.

Ohne große Vorbereitungen begaben wir uns vertrauensvoll in die Hände unseres Guide`s um uns in einer organisierten Reise mit dem MTB in Marokko zu stürzen. Etwas verwirrt und doch erfreut fanden wir uns dann früh morgens um 3:30 Uhr in der ersten Unterkunft wieder.

Vorausgegangen war die verspätete Ankunft des Flugzeuges in Marrakesch erst nach Mitternacht, ein überraschendes Begrüßungsmahl der Guides am Rande der Stadt und die anschließende Taxifahrt in`s Atlasgebirge, Ankunft AMIZMIZ 3:00 Uhr am frühen Morgen.

Umso spektakulärer das morgendliche Erwachen im Marokkanischen Land, 20 Grad warme Sonne im November, die erste Begegnung mit dem marokkanischen Frühstück, bestehend aus duftendem Minztee, warmem Fladenbrot, Gewürzen und Streichkäse, die uns auch die nächsten Tage hoffentlich begleiten sollten.

Der Weg beginnt von unten, deshalb lag es wohl in der Natur der Sache, mit unseren geliehenen MTB trotz der Ausgangshöhe von bereits 900m gleich in den ersten 20 km 1000 Höhenmeter bergauf ins erste Hochtal zu bewältigen. Abgelenkt von den vielen spektakulären Ausblicken ins Flachland erfreute uns am Spätnachmittag ein bereits von unseren marokkanischen Guides angerichtetes Mittagsmahl..

Insbesondere im letzten Teil des Tages entstanden phantastische Farbenspiele durch die immer weiter sinkende Sonne, welche die vermeintlich braune Landschaft herrlich rot, gelb und orange glühend aufleuchten lies.

Wie wunderbar die ausgewählten Unterkünfte den Tag abschließen würden, duften wir schon am ersten Abend erfahren. Bekocht vom Koch lernten wir auch die leckeren Gerichte, in den Tajine-Töpfen äußerst schmackhaft geschmort, kennen.

Der zweite Tag war mit den MTB der Querung von 4 kleineren Pässen und vielen Trail- Passagen von TINIRTE nach AGHBALOU geprägt. Uns wurde schnell klar, dass die anfänglich belächelten 40 Tageskilometer harte Arbeit werden sollten und den ganzen Tag in Anspruch nahmen. Eigentlich galt dieses Erkenntnis für jeden Tag Mountainbiken in Marokko.

Der dritte Tag startete mit dem Erwachen am Morgen unter freien Himmel auf der Dachterrasse unserer Unterkunft geweckt durch den Muezzin. Geprägt war der Tag durch

unendlich lange Trails über die Landschaft, selbst Tragepassagen kamen nicht zu kurz, entlohnt durch tolle Ein- und Ausblicke des verschieden farbigen Gesteines am Fuße des Atlas Gebirges.

Spätestens hier wurde einem klar, dass das Atlasgebirge Kondition und Geschicklichkeit erfordert mit den MTB in Marokko, denn die Downhills waren stellenweise eine grandiose Herausforderung und ein abenteuerliches Erlebnis.

Nach der bescheidenen Übernachtung am Vortag war es am heutigen Abend die Luxusunterkunft mit grünster Gartenanlage und tiefblaustem Swimmingpool, die die abwechslungsreiche Reise mit vielen Überraschungen prägte.

Tag 4 sollte uns über den ersten 2000m hohen Pass in Reichweite des TOUBKAL bringen, den mit 4167m höchsten Berg des Atlas Gebirges. Die Fahrt dorthin war geprägt durch spannende Straßen und kleine Dörfer. Als Abschluss und eigenes Abenteuer zu zählen war die Fahrt mit dem marokkanischen Taxi durch enge Bergstraßen und Bergdörfer wie IMLIL zu unserer Unterkunft im 1900m hoch gelegenen Dorf AROUMD, das Touristikzentrum direkt am Fuße des TOUBKAL und gleichzeitig die Heimat unseres Guide und seiner Verwandtschaft. So war es selbstverständlich, noch am späten Abend in einem Original

Hamam Bad die Muskeln entspannen zu lassen.

Eine spektakuläre Abfahrt direkt von der Unterkunft aus, der Aufstieg auf den höchsten Pass auf 2355m und eine nicht enden wollende MTB Trail-Abfahrt entlang des Flusses ließen uns am fünften Tag in der Stadt ASNI ankommen. .

Die Stadt ASNI ist charakterisiert durch den örtlichen Markt. Viele Bauern aus der Umgebung kommen die Pisten entgegen, daher war am sechsten und letzten Reisetag der Anstieg auf das Abschluss-Plateau eine Reise in die Vergangenheit des Handels. Landschaften und weite Blicke in Richtung der zurückliegenden 6 Tage erfüllten den einen oder anderen mit Erstaunen über das Mountainbiken in Marokko und das Geschehene, Erlebte und Gesehene.Die schönen Landschaften und Berge waren ein Erlebniss des Wunders.Nun starteten wir unsere Reise zurück nach Marrakech.

Nach der Ruhe und Friedlichkeit der Menschen und den einsamen Landschaften der vergangenen Tage war es spannend zu erleben wie das Leben in Marrakesch entgegenschlug. Gewürze, Düfte, Tees und Assesoires aller Art betörten die Sinne . So entpuppte sich auch unsere Unterkunft als Oase der Ruhe.

Der weite Ausblick von unserer Dachterasse über die Dächer der Altstadt ließ die Gedanken über das Erlebte Mountainbiken in Marokko etwas zur Ruhe kommen und neue Pläne für weitere Reisen mit den Mountainbikes im spannenden Marokko entstehen.

Kontakt

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bikeadventuresinmorocco@gmail.com